Kaltschaum oder Thermopur – welches Matratzenmaterial passt besser zu Ihnen?
Share
Wer heute eine neue Matratze sucht, informiert sich gründlicher als noch vor einigen Jahren. Das Angebot ist groß, die Unterschiede sind auf den ersten Blick oft schwer erkennbar und nahezu jeder Hersteller verspricht außergewöhnlichen Schlafkomfort. Besonders häufig tauchen dabei zwei Begriffe auf: Kaltschaum und Thermopur.
Beide Materialien kommen in hochwertigen Matratzen zum Einsatz und beide haben ihre Berechtigung. Dennoch unterscheiden sie sich in ihrer Funktionsweise und vor allem im Liegegefühl deutlich.
Wer die Unterschiede versteht, trifft meist auch die bessere Kaufentscheidung.
In diesem Ratgeber erklären wir sachlich und verständlich, wie Kaltschaum funktioniert, welchen Ansatz Thermopur verfolgt und warum sich moderne Matratzen heute zunehmend auf eine individuelle Körperanpassung konzentrieren.
Die Matratze ist nur so gut wie ihr Innenleben
Beim Matratzenkauf fällt der Blick häufig zuerst auf den Bezug oder den Preis. Tatsächlich entscheidet jedoch etwas anderes darüber, wie gut eine Matratze langfristig funktioniert: das Material im Inneren.
Es übernimmt jede Nacht eine anspruchsvolle Aufgabe.
Es soll den Körper stützen, Druck gleichmäßig verteilen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Wirbelsäule möglichst natürlich gelagert wird. Gleichzeitig verändern Menschen im Schlaf mehrfach ihre Position. Eine Matratze muss sich daher ständig an neue Belastungen anpassen.
Wie gut ihr das gelingt, hängt maßgeblich vom verwendeten Material ab.
Deshalb lohnt es sich, den Blick nicht nur auf Härtegrade oder Liegezonen zu richten, sondern vor allem auf die Eigenschaften des Matratzenkerns.
Was versteht man unter Kaltschaum?
Kaltschaum zählt seit vielen Jahren zu den am häufigsten verwendeten Materialien im europäischen Matratzenmarkt.
Dabei handelt es sich um einen hochwertigen Polyurethan-Schaum, der während seiner Herstellung ohne zusätzliche Wärmezufuhr aushärtet – daher auch die Bezeichnung Kaltschaum.
Seine offenporige Struktur sorgt für eine gute Luftzirkulation und macht das Material gleichzeitig elastisch und formstabil.
Je nach Qualität und Verarbeitung eignet sich Kaltschaum für unterschiedlichste Matratzentypen – vom Einstiegsmodell bis hin zur hochwertigen Premium-Matratze.
Entscheidend ist dabei jedoch nicht allein das Material selbst, sondern vor allem dessen Qualität.
Kaltschaum ist nicht gleich Kaltschaum
Ein häufiger Irrtum besteht darin, Kaltschaum als einheitliches Material zu betrachten.
Tatsächlich unterscheiden sich Kaltschäume erheblich.
Dichte, Elastizität, Rückstellkraft und Haltbarkeit können – je nach Hersteller – deutlich variieren.
Deshalb lassen sich zwei Kaltschaummatratzen oft kaum miteinander vergleichen, obwohl beide dieselbe Materialbezeichnung tragen.

Auch das Raumgewicht wird häufig als Qualitätsmerkmal genannt.
Es liefert zwar Hinweise auf Materialmenge und mögliche Langlebigkeit, sagt jedoch wenig darüber aus, wie angenehm sich eine Matratze tatsächlich anfühlt.
Das persönliche Liegegefühl entsteht immer aus dem Zusammenspiel verschiedener Faktoren – nicht aus einer einzelnen Kennzahl.
Warum Kaltschaum seit Jahren so beliebt ist
Hochwertiger Kaltschaum bietet zahlreiche Eigenschaften, die ihn seit vielen Jahren zu einem bewährten Matratzenmaterial machen.
Dazu gehören:
- gute Punktelastizität
- angenehme Luftdurchlässigkeit
- geringes Eigengewicht
- hohe Formstabilität
- vielseitige Verarbeitungsmöglichkeiten
Diese Eigenschaften ermöglichen Matratzen, die sich für viele unterschiedliche Schlafgewohnheiten eignen.
Gerade Menschen, die eine eher elastische Liegefläche bevorzugen, empfinden hochwertigen Kaltschaum häufig als angenehm.
Warum viele Kaltschaummatratzen mit Liegezonen arbeiten
Ein großer Teil der Kaltschaummatratzen besitzt heute fünf oder sieben sogenannte Liegezonen.
Die Idee dahinter entstand aus einem nachvollziehbaren Gedanken.
Schultern und Becken sollen etwas tiefer einsinken können, während die Lendenwirbelsäule stärker gestützt wird.
Dafür werden einzelne Bereiche des Schaums unterschiedlich eingeschnitten oder aufgebaut.
Dieses Konzept kann gut funktionieren – insbesondere dann, wenn Körpergröße und Körperproportionen gut zur Zoneneinteilung passen.
Genau an diesem Punkt beginnt jedoch auch die Diskussion über moderne Matratzenmaterialien.
Denn Menschen unterscheiden sich deutlich stärker, als es ein festes Zonensystem berücksichtigen kann.
Der Mensch verändert sich – jede Nacht
Kaum jemand schläft acht Stunden lang regungslos.
Die meisten Menschen wechseln ihre Schlafposition mehrfach pro Nacht – oft ohne es bewusst wahrzunehmen.
Mal liegt das Gewicht stärker auf der Schulter, dann wieder auf dem Becken oder dem Rücken.

Hinzu kommen Unterschiede in Körpergröße, Gewicht und Statur.
Eine Matratze muss deshalb deutlich flexibler reagieren, als es ein statisches System ursprünglich vorsieht.
Genau dieser Gedanke hat die Entwicklung moderner Anpassungsmaterialien entscheidend beeinflusst.
Statt den Körper möglichst exakt auf vorgegebene Bereiche auszurichten, verfolgen sie einen anderen Ansatz:
Sie reagieren unmittelbar auf den Menschen selbst.
Wie dieses Prinzip funktioniert und warum Thermopur dabei einen anderen Weg geht als klassischer Kaltschaum, sehen wir uns im nächsten Abschnitt genauer an.
Warum moderne Materialien einen anderen Ansatz verfolgen
In den vergangenen Jahren hat sich die Entwicklung von Matratzen deutlich verändert.
Während früher vor allem versucht wurde, unterschiedliche Körperbereiche mit festen Zonen gezielt zu unterstützen, steht heute ein anderer Gedanke im Mittelpunkt:
Nicht der Mensch soll sich an die Matratze anpassen – sondern die Matratze an den Menschen.
Der Hintergrund ist einfach nachvollziehbar.
Kein Mensch besitzt dieselben Körperproportionen. Schulterbreite, Beckenform, Gewicht und Schlafgewohnheiten unterscheiden sich erheblich. Hinzu kommt, dass wir uns während der Nacht unzählige Male bewegen und unsere Schlafposition wechseln.
Ein modernes Matratzenmaterial muss deshalb dynamisch reagieren können.
Genau an diesem Punkt setzt Thermopur an.
Was macht Thermopur anders?
Thermopur wurde entwickelt, um den Körper nicht nur punktuell zu unterstützen, sondern möglichst gleichmäßig zu lagern.
Das Material reagiert auf die individuelle Belastung der Liegefläche und berücksichtigt dabei sowohl das Körpergewicht als auch die Körpertemperatur.

Dadurch entsteht keine starre Druckverteilung, sondern eine kontinuierliche Anpassung an die jeweilige Schlafposition.
Viele Menschen beschreiben dieses Liegegefühl als ruhiger und harmonischer.
Nicht weil sie tiefer einsinken.
Sondern weil der Körper insgesamt gleichmäßiger getragen wird.
Gerade dieser Unterschied wird häufig bereits beim ersten Probeliegen wahrgenommen.
Warum gleichmäßige Druckverteilung so wichtig ist
Während des Schlafs wirken unterschiedliche Kräfte auf Muskeln, Gelenke und Bandscheiben.
Je gleichmäßiger diese Belastung verteilt wird, desto entspannter kann der Körper regenerieren.

Das bedeutet nicht, dass man möglichst weich liegen sollte.
Ebenso wenig ist eine besonders harte Matratze automatisch die bessere Wahl.
Entscheidend ist vielmehr die Balance zwischen Nachgiebigkeit und Unterstützung.
Genau diese Balance ist der Grund, weshalb moderne Anpassungsmaterialien zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Sie reagieren nicht nur auf einzelne Druckpunkte, sondern auf die gesamte Körperkontur.
Dadurch entsteht eine ergonomische Lagerung, ohne dass feste Zonen erforderlich sind.
Warum wir bei der Thermopur ONE bewusst auf Liegezonen verzichten
Bei der Entwicklung der Thermopur ONE haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Eigenschaften eine moderne Gesundheitsmatratze heute tatsächlich mitbringen sollte.
Dabei wurde schnell deutlich:
Je individueller sich ein Material an unterschiedliche Menschen anpassen kann, desto weniger sinnvoll werden starre Zoneneinteilungen.
Deshalb arbeitet die Thermopur ONE bewusst ohne klassische Liegezonen.
Stattdessen übernimmt das Material selbst die Aufgabe, den Körper möglichst gleichmäßig zu unterstützen.

Ob jemand größer oder kleiner ist, überwiegend auf der Seite schläft oder nachts häufig die Position wechselt – die Anpassung erfolgt nicht nach einem festen Raster, sondern orientiert sich an der tatsächlichen Belastung der Liegefläche.
Gerade diese Flexibilität macht für viele Menschen den entscheidenden Unterschied aus.
Ein gutes Material ersetzt keine gute Konstruktion
Auch das hochwertigste Material kann seine Vorteile nur dann ausspielen, wenn die gesamte Matratze sorgfältig aufgebaut ist.
Deshalb spielt nicht nur der Matratzenkern eine Rolle.
Ebenso wichtig sind unter anderem:
- die Gesamthöhe der Matratze
- die Verarbeitung des Schaums
- der Bezugsstoff
- die Atmungsaktivität
- die Dauerhaltbarkeit
Die Thermopur ONE besitzt eine Höhe von rund 22 Zentimetern.
Dadurch steht ausreichend Material zur Verfügung, um den Körper komfortabel aufzunehmen und gleichzeitig dauerhaft zu unterstützen.

Ergänzt wird der Matratzenkern durch einen hochwertigen Premium-Doppeltuchbezug, der abnehmbar, teilbar und bis 60 °C waschbar ist.
So verbindet die Matratze ergonomischen Schlafkomfort mit Alltagstauglichkeit und hygienischen Eigenschaften.
Qualität zeigt sich erst nach vielen Nächten
Eine Matratze überzeugt nicht dadurch, dass sie sich im Geschäft für wenige Minuten angenehm anfühlt.
Sie muss ihre Eigenschaften über viele Jahre hinweg Tag für Tag unter Beweis stellen.
Deshalb empfehlen wir grundsätzlich, eine neue Matratze nicht ausschließlich nach technischen Daten auszuwählen.
Mindestens ebenso wichtig ist das persönliche Liegegefühl.
Wer die Möglichkeit hat, sollte verschiedene Materialien selbst vergleichen.
In unserem Schauraum in der Zieglergasse 65 in Wien kann die Thermopur ONE unverbindlich Probe gelegen werden.
Zusätzlich bieten wir 30 Tage Probeschlafen, damit die Entscheidung nicht unter Zeitdruck getroffen werden muss.
Denn guter Schlaf lässt sich nicht anhand eines Datenblatts beurteilen.
Er entsteht durch das Zusammenspiel aus Material, Konstruktion und persönlichem Empfinden.
Welches Material passt zu welchem Schlaftyp?
Die Frage, welches Matratzenmaterial das bessere ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Viel wichtiger ist die Überlegung, welche Eigenschaften zum eigenen Schlafverhalten passen.
Ein hochwertiger Kaltschaum kann eine ausgezeichnete Wahl sein, wenn eine elastische Liegefläche bevorzugt wird und das Modell insgesamt gut zum Körperbau passt.
Wer dagegen besonderen Wert auf eine möglichst gleichmäßige Druckverteilung und eine flexible Anpassung an unterschiedliche Schlafpositionen legt, wird häufig ein anderes Liegegefühl bevorzugen.
Aus genau diesem Grund empfehlen wir grundsätzlich, eine Matratze nicht ausschließlich anhand technischer Daten auszuwählen. Das persönliche Empfinden bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Entscheidung.
Der direkte Vergleich auf einen Blick
| Eigenschaft | Hochwertiger Kaltschaum | Thermopur |
|---|---|---|
| Elastizität | ●●●●● | ●●●●○ |
| Gleichmäßige Druckverteilung | ●●●○○ | ●●●●● |
| Anpassung an unterschiedliche Körperformen | ●●●○○ | ●●●●● |
| Anpassung an wechselnde Schlafpositionen | ●●●○○ | ●●●●● |
| Bedarf an Liegezonen | häufig vorhanden | nicht erforderlich |
| Liegegefühl | elastisch | harmonisch und körpernah |
| Geeignet für unterschiedliche Körpergrößen | abhängig vom Modell | sehr gut |
| Komfortempfinden | individuell | individuell |
Hinweis: Beide Materialien können hochwertigen Schlafkomfort bieten. Entscheidend sind die Qualität der Verarbeitung und das persönliche Liegegefühl.
Worauf Sie beim Matratzenkauf wirklich achten sollten
Wer heute eine Matratze kauft, findet eine Vielzahl technischer Angaben.
Raumgewicht.
Härtegrad.
Liegezonen.
Komforthöhe.
Diese Informationen sind hilfreich.
Sie ersetzen jedoch nicht die wichtigste Frage:
Fühlen Sie sich auf der Matratze wohl?
Eine hochwertige Matratze begleitet ihren Besitzer oft viele Jahre.
Deshalb lohnt es sich, nicht nur Prospekte zu vergleichen, sondern verschiedene Materialien selbst kennenzulernen.
Gerade beim direkten Vergleich werden Unterschiede deutlich, die sich mit Zahlen allein kaum beschreiben lassen.
Unser Fazit
Kaltschaum gehört seit vielen Jahren zu den bewährten Materialien im Matratzenbau und wird auch künftig seinen festen Platz behalten.
Gleichzeitig zeigen moderne Anpassungsmaterialien, wie sich Schlafkomfort weiterentwickelt hat.
Nicht durch immer mehr Technik.
Sondern durch ein besseres Verständnis dafür, wie unterschiedlich Menschen schlafen.
Mit der Thermopur ONE verfolgen wir genau diesen Gedanken.

Sie wurde entwickelt, um möglichst vielen Menschen ein natürliches, ergonomisches Liegegefühl zu ermöglichen – unabhängig von Körpergröße oder bevorzugter Schlafposition.
Deshalb verstehen wir sie nicht als Ersatz für hochwertige Kaltschaummatratzen.
Sondern als moderne Weiterentwicklung für Menschen, die besonderen Wert auf Anpassungsfähigkeit, Komfort und langfristig gesunden Schlaf legen.
Häufige Fragen
Ist Kaltschaum grundsätzlich schlechter als Thermopur?
Nein. Hochwertiger Kaltschaum ist ein bewährtes und langlebiges Material. Thermopur verfolgt jedoch einen anderen Ansatz und bietet ein deutlich stärker anpassungsorientiertes Liegegefühl.
Warum empfinden viele Menschen Thermopur als angenehmer?
Viele Nutzer beschreiben das Liegegefühl als besonders gleichmäßig. Der Körper wird harmonisch aufgenommen, wodurch Druckspitzen reduziert werden können.
Ist Thermopur für Seiten- und Rückenschläfer geeignet?
Ja. Durch die flexible Anpassung eignet sich das Material für unterschiedliche Schlafpositionen und verschiedene Körperformen.
Kann ich beide Materialien vergleichen?
Ja. Ein direkter Vergleich beim Probeliegen vermittelt oft einen deutlich besseren Eindruck als technische Datenblätter.
Welche Rolle spielt der Härtegrad?
Der Härtegrad beeinflusst das subjektive Liegegefühl. Entscheidend ist jedoch immer das Zusammenspiel von Material, Konstruktion und individueller Körperanpassung.
Für wen eignet sich die Thermopur ONE?
Für Menschen, die eine hochwertige Gesundheitsmatratze mit moderner Materialtechnologie, ergonomischer Unterstützung und einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis suchen.